02. März 2025
Die Zeiten sind aufwühlend und turbulent. Es scheint, als fällt weg und auseinander, kommt Chaos und Unklarheit. Es ist kaum mehr möglich festzuhalten und anzuhaften. Es geht schnell und bei vielen ähnlich. Es hat sein eigenes Tempo und seinen eigenen Plan.
Was uns bisher möglich war zu dirigieren und korrigieren, zu kontrollieren und organisieren entrinnt unseren Vorstellungen von Machbarkeit.
Es fühlt sich oft nach sterben an. Sterben, in was, und sterben warum?
Wir fallen in Zwischenräume. Wir fallen in Räume die uns Angst machen, die Neu sind, unbekannt und unbelebt. Räume von denen wir glauben das sie nichts von alledem enthalten was sich für unser System sicher anfühlt und uns Orientierung gibt.
Wir versuchen alles damit wir nicht fallen. Schlagen Brücken und stehen doch wieder am selben Ort.
Warum?
Weil es eben nicht darum geht, nach alten Muster und Gewohnheiten weiterzugehen. Die Orientierung weiterhin hauptsächlich im Aussen finden zu wollen.
Wir benötigen das Aussen um zu erkennen, wo wir uns in UNS SELBST befinden. Und nicht, um die Orientierung in uns selbst ins Aussen zu bringen.
Wie wäre es, wenn wir es wagen, in unsere Zwischenräume zu fallen? Wenn wir uns erlauben, diese Wagnis einzugehen?
Wenn wir die Zeit nicht weiter dazu nutzen, Brücken zu schlagen, all unsere Energie in den ohnehin schon kräftezerrenden Zeiten darauf richten, das Alte ins Neue zu bringen?
Wenn wir Brücken schlagen aus Angst, in die Zwischenräume zu fallen, bauen wir mit jeder Brücke auch wieder all die Prägungen, Muster, gemachten Erfahrungen, alten Vernetzungen den Brückenboden ins neue. Und stehen somit sozusagen wieder im Alten.
Weil wir mit der alten Sicherheit zur Sicherheit gleich wieder eine neue Sicherheit erschaffen...
Ist es das, worum es aktuell geht?
Oder geht es nun um das Vertrauen und den Mut, uns zwischen UNSERE! Räume fallen zu lassen? Die Sicherheit immer wieder in uns zu finden um von da aus die neuen Räume zu betrachten, zu bestaunen, und neue Räume zu bewohnen?
...du bist nicht alleine.